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Der 1. UNIGIS-Tag Schweiz war ein Erfolg! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Keller & Lienhard   
Samstag, 02 Juni 2007

ImageAm 1. Juni 2007 traf sich die UNIGIS-Gemeinde der Schweiz und aus dem nahen Ausland am 1. UNIGIS-Tag Schweiz an der Hochschule für Technik in Rapperswil.

Mit diesem Anlass ist es gelungen, der im letzten Jahr vereinbarten Kooperation zwischen HSR und UNIGIS-Salzburg ein  Gesicht zu geben. Die Begrüssung kam vom Rektor der HSR, Prof. Dr. Hermann Mettler.

Den Vortragsblock eröffnete  Prof. Dr. Josef Strobl (vom Zentrum für Geoinformatik, Z_GIS) der Universität Salzburg. Er hatte in seiner Keynote auf die Bedeutung solcher Treffen und den notwendigen sozialen...

...Kontakt unter den Lernenden (etwa in Lerngruppen), um sich gegenseitig zu motivieren und zu unterstützen, herausgeschält. Zudem wurde treffend festgestellt, wie sich die geografischen Komponenten in neuen Informationssystemen und Datenbanken in den letzten Jahren zur Selbstverständlichkeit entwickelt haben, dass aber für die GIS-Welt noch viele Herausforderungen warten. So ist künftig z.B. dem Umgang mit der zeitlichen Dimension genauso Beachtung zu schenken, wie dem Umgang mit geografischen Koordinaten. Als Beispiel führte der Redner eine Arbeit an, die mit hochaggregierter Information von Handyverbreitungen die Bevölkerungsverteilung in Städten nicht einfach statisch aufgrund von Wohnadressen, sondern im Wandel während eines Tagesverlaufs untersucht. Derartige Informationen lassen künftig u.U. ganz neue Formen von Bedarfsanalysen (ÖV, Infrastruktur, Freiraum, etc.) zu.

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Wie WebGIS-Services genutzt werden können, um die Baukoordinationen in Städten zu unterstützen, um Kosten und Bauzeit einzusparen, beleuchtet Andreas Häsler (Swisscom) in seiner Master Thesis.

Welche Trends bestimmend sind und wie weit Wunsch und Wirklichkeit beim Bau der GIS-Landschaft Schweiz auseinanderklaffen, vermittelte Martin Schlatter (Leiter GIS-Zentrum Kt. Zürich) in seinem engagierten Vortrag. Nicht ungehört blieb dabei die Aufforderung an die Anwesenden, dass selbst wenn sich heute diese Landschaft noch als Basutelle ausnimmt, doch kräftig am GIS-Paradies Schweiz mitgebaut werden soll. Das 'GIS-Paradis' in dem geografische Information allen die sie brauchen, frei, gratis, in guter Qualität, grenzübergreifend nutzbar, aktuell und just-in-time verfügbar sind.

Als Vertreter des GISpunkts HSR zeigte einerseits Andreas Lienhard auf, in welchen Bereichen der angewandten Forschung und Entwicklung am Institut für Freiraum und Landschaft, HSR GIS eingesetzt wird und Stefan F. Keller vom Institut für Software, HSR zeigte seine Vision des Metadatenaustausches, welche derzeit auch vom Open GIS Consortium (OGC) verfolgt wird.

Im letzten Block der Firmenvorträge stellte Markus Wüthrich (Geocom) seine Sofwarelösungen auf der Basis von GEONIS und ArcGIS vor und beleuchtet die Bedeutung von flexiblen, einfach anpassbaren Softwarelösungen für das Erstellen von einfach und angepasst bedienbaren Fachschalen, was gerade in der Schweizerischen Normenvielfalt viel Entwicklungsaufwand und damit Kosten sparen hilft.

Peter Jäger (Aris Geoservices) beleuchtet in seinem Schlussreferat die Entwicklung von den alten Unix-Workstation-GIS über die heutigen Desktopsysteme hin zum Trend des vollständig Server-basierten GIS. Eine Entwicklung, die gerade gestartet ist und die GIS-Softwarewelt - schliesslich aber auch die GIS-Arbeitswelt - gegenüber heute in vielen Belangen auf den Kopf stellen wird.

Damit schloss sich der Kreis schliesslich wieder zu den ersten Vorträgen, indem allen Anwesenden klar wurde, wie wichtig ständige Aus- und Weiterbildung in einem sich derart rasch entwickelnden und wandelnen technologischen Umfeld ist und auch künftig bleiben wird.

ImageProf. Dr. Josef Strobl nutzte die Gelegenheit seines Besuches in Rapperswil schliesslich um Markus Diesbach, sein MSc persönlich zu überreichen. Der Titel der Master Thesis lautet "Modellierung der Datentransformation bei der Konvertierung von Leitungsnetzdaten in ein NIS am Beispiel von Telecom-Leitungsnetzen".

Nach diesen spannenden und informativen Ausführungen gehörte der Tag dem persönlichen Austausch, dem Pflegen und Knüpfen des eben so bedeutenden sozialen Netzes zwischen UNIGIS-Studierenden, UNIGIS- und NDK-GIS Absolventen. Für am UNIGIS-Studium interessierte Leute und für Interessierte der GIS-Weiterbildungsangeboten der HSR war das auch die Gelegenheit, sich aus erster Hand bei den Verantwortlichen und/oder Absolventen von Lehrgängen und Kursen zu informieren, was auch rege (z.B. beim abschliessenden Apero) genutzt wurde.

Den fast 30 Teilnehmerinnen des 1. UNIGIS-Tages Schweiz gilt zum Schluss der Dank für die engagierte Beteiligung, Urs Mäder, der Kontaktperson für UNIGIS Schweiz, unser Dank für die reibungslose Organisation. Damit ist ein guter Anfang für eine neue Tradition geschaffen worden, schliesslich soll der UNIGIS-Tag Schweiz künftig mindestens ein Mal jährlich durchgeführt werden.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 11 Juni 2007 )
 
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